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Gegen Antisemitismus:Wir stehen an der Seite der Jüdischen Gemeinde

Jetzt online nachlesen: Unser Jahresbericht gibt Einblicke in die vielfältige Arbeit, aktuelle Entwicklungen und besondere Projekte des SkF Bergisch Land.
Von:
SkF e.V. Bergisch Land
Bergische Synagoge

Wir stehen an der Seite der Jüdischen Gemeinde

Mit großer Bestürzung haben wir vom gestrigen Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in Wuppertal erfahren. Wir sind erleichtert und dankbar, dass niemand verletzt wurde.

Dieser Angriff trifft nicht nur die Jüdische Kultusgemeinde. Er trifft uns alle. Er richtet sich gegen jüdisches Leben in unserer Stadt, gegen Religionsfreiheit, gegen ein friedliches Miteinander und gegen die Werte, auf denen unsere demokratische Gesellschaft beruht.

Besonders betroffen macht uns der Zeitpunkt des Anschlags: Erst vorgestern fand in der Bergischen Synagoge der Empfang zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana statt. In diesem Rahmen wurde Lothar Leuschen, Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung, mit der Goldenen Menora ausgezeichnet. Die Auszeichnung steht für Engagement, Verbundenheit und den Dialog zwischen jüdischem Leben und unserer Stadtgesellschaft.

Nur einen Tag später wird genau dieser Ort Ziel eines Brandanschlags. Und in wenigen Tagen begeht die jüdische Gemeinschaft mit Jom Kippur den höchsten jüdischen Feiertag, den Tag der Versöhnung. Gerade in diesen Tagen sollte die Synagoge ein Ort des Gebets, der Gemeinschaft und vor allem der Sicherheit sein.

Als Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Bergisch Land stehen wir solidarisch an der Seite der Jüdischen Kultusgemeinde und aller jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger im Bergischen Land.

Antisemitismus darf in unserer Stadt keinen Platz haben – weder in Worten noch in Taten, weder offen noch versteckt. 

Als katholischer Verband sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, für die Würde jedes Menschen, für Religionsfreiheit und für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben einzutreten.

Unsere Gedanken sind bei den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde. Wir wünschen ihnen insbesondere für die bevorstehenden Hohen Feiertage, dass sie ihren Glauben in Sicherheit und in Gemeinschaft leben können.

Jüdisches Leben gehört zu Wuppertal.
Jüdisches Leben gehört zu unserer Gesellschaft.
Und es verdient unseren Schutz und unsere Solidarität.